Hautaufbau

Die Haut, im Fachjargon auch Cutis, bildet als das flächengrösste Organ unseres Körpers die Abgrenzung des menschlichen Körpers zur Aussenwelt. Sie ist unser grösstes Sinnesorggan und verfügt über eine Reihe von verschiedenen Rezeptoren und Nervenenden, mit denen sie Druck-, Berührungs-, Temperatur- und Schmerzreize aufnimmt. Neben diesen Hautsinnesorganen werden auch die Haare, Nägel und Hautdrüsen zu den Hautanhangsgebilden gezählt. Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten, der Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). All diese Schichten sind wichtig um die Hautpflege optimal zu verstehen.

Die Epidermis ist die oberste Hautschicht und besteht aus mehreren Schichten. Oberflächlich schliesst sie mit der Hornschicht aus toten Zellen ab. An mechanisch stark beanspruchten Stellen, zum Beispiel der Fusssohle, den Fersen oder der Handfläche ist sie besonders dick. Weshalb in diesen Bereichen oft auch umgangssprachlich von Hornhaut gesprochen wird. Darunter liegt die Keimschicht, in welcher kontinuierlich neue Zellen gebildet werden. Diese wandern dann nach aussen an die Oberfläche und verhornen dort nach und nach, bis sie als Hautschuppen abgestossen werden.
Die Dermis setzt sich aus einem Geflecht zugfester und elastischer Fasern zusammen, dem Kollagen und dem Elastin. In junger Haut sind diese Stränge geordnet und intakt. Mit einer optimalen Hautpflege können diese Strukturen besser erhalten werden (Inoiv Skin). Wird die Haut aber über die Zeit älter, brechen die Elastinfasern und das Kollagen beginnt sich abzubauen (Atrophie). In der Dermis befinden sich ausserdem auch die Mehrzahl der Sinnesorgane der Haut und die freien Nervenenden, welche Schmerzreize empfangen, befinden sich in dieser Schicht. Die Dermis ist im Gegensatz zur Epidermis mit vielen feinen Kapillaren durchzogen, die insbesondere auch an der Regulierung des Wärmehaushaltes beteiligt sind. Die Subcutis (oder auch Hypodermis) besteht aus lockerem fettgewebsreichem Bindegewebe, das individuell und regional sehr unterschiedlich ist. Die Unterhaut dient vorrangig als Fettspeicher und verbindet zudem die Haut mit der Muskulatur.

Tipps für die Hautpflege

Duschen Sie nicht zu oft (nur einmal am Tag) und nicht zu heiss. Wenn Sie am Schluss mit kühlem Wasser abspülen, schliessen sich Ihre Poren. Ab und zu reicht auch mal eine «Katzenwäsche», denn die Haut profitiert von einem dusch- oder badefreien Tag.

Reiben Sie sich nicht mit Schwämmen oder Massagehandschuhen ab. Und trocknen Sie sich sanft ab.

Seien Sie sparsam mit Duschmitteln. Und verwenden Sie bei trockener und empfindlicher Haut milde und pH-neutrale Mittel benutzen. Als schonender gelten synthetische Reinigungsmittel mit einem ähnlichen pH-Wert wie die Haut, nämlich zwischen 4.8 und 6, und gut verträglichen, rückfettenden Zusätzen. Denn Seife reinigt zwar gründlich, greift aber den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. Kurz ein­seifen und dann gut abspülen ­genügt.

Fest steht, dass Hautpflege und Anti Aging viel mit gesunder Lebensführung zu tun hat. Die Empfehlungen hierfür halten wir sehr allgemein. Dazu gehört zum Beispiel sich ausgewogen zu ernähren, wenig Alkohol zu trinken und nicht zu rauchen. Man sollte sich zusätzlich auch vor der Sonne schützen, sich viel an der frischen Luft bewegen, sowie auch genügend schlafen und eine möglichst gute Stressbewältigung beherrschen.

Pflegen Sie Ihre Haut richtig, denn es kommt auf den Hauttypen an. Die Wahl der passenden Produkte je nach Hauttyp ist immens wichtig. So wird eine überpflegte Haut, die z.B. mehr Fett bekommt, als sie braucht, zu Unreinheiten neigen. Auch die richtige Menge an Feuchtigkeit ist wichtig, um Falten und trockener Haut vorzubeugen.

Mit Dampf machen Sie Ihre Haut aufnahmefähiger. Wärme und aufsteigender Dampf öffnet die Poren und lassen Wirkstoffe besser eindringen. Nach diesem Prinzip kann die Haut auch mit warmen Kompressen auf die Pflege vorbereitet werden. Einfach ein Frotteetuch in heisses Wasser geben, gut auswringen und auf die Haut legen. Den Vorgang kann man mehrmals wiederholen. Vor dem Auftragen einer Maske empfiehlt sich auch ein Peeling um die Haut auf die Behandlung vorzubereiten.

Für eine bessere Durchblutung des Gesichtes bietet sich eine Gesichtsmassage an. Mir nur vier Griffen, welche jeweils für 20 Sekunden angewendet werden, lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen und eine optimale Hautpflege erreichen. Eine nährende, vitaminreiche Creme eignet sich besonders für diese wohltuende Massage.

  • Mit beiden Handinnenflächen breitflächig von der Nase über die Wangen in Richtung Ohren streichen.
  • Die Stirn mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger fächerförmig von der Nasenwurzel ausgehend zum Haaransatz streichen.
  • Mit beiden Mittel- und Ringfingern Halbkreise um die Mundpartie zeichnen.
  • In einem Zug über Nasenrücken und Augenbrauen streichen.

Inoiv räumt auf mit Mythen über die Haut

 

Schokolade ist Schuld an Pickeln

 

Diese Behauptung ist: FALSCH

Die Annahme, dass Fastfood und Schokolade Pickel spriessen lässt hält sich schon sehr lange. Jede Mutter predigt das ihren pubertierenden Kindern. Dies mag ja eventuell auch andere Gründe haben?!? Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass der Einfluss einzelner Nahrungsmittel wie Schokolade, Nüsse, Chips oder Salami auf die Hautbeschaffenheit wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Bekannt ist nur, dass kohlehydratreiche Ernährung und grosse Mengen Milchprodukte Akne begünstigen können. Dasselbe gilt für Nikotin, deshalb empfiehlt es sich auch aus diesem Grund aufs Rauchen zu verzichten.

 

Durch Zahnpasta verschwinden Pickel

 

Auch dieser Mythos ist FALSCH

Es ist richtig, dass Zahnpasta austrocknend auf Pickel wirkt und durch das oft enthaltene Zink auch eine gewisse entzündungshemmende Wirkung hat. Das enthaltene Fluor und Menthol wirken aber stark reizend auf die Haut, wenn sie nicht wieder abgewaschen werden. Somit werden Entzündungen eher verschlimmert als verbessert. Besser: Anti-Pickel-Produkte nutzen.

 

Gemüse und Früchte machen die Haut schön

 

Diese Behauptung ist: RICHTIG

Gemüse enthält viele Vitamine, die antioxidativ wirken und so die zellzerstörerischen freien Radikale abfangen, die mitverantwortlich für die Hautalterung sind. Vor allem Vitamin A, C und E sind besonders gute Antioxidantien. Die Hautalterung zurückdrehen lässt sich durch Gemüse allerdings leider nicht. Jedoch ist eine gesunde Ernährung die Grundlage für eine gute Hautpflege.

 

Fettige Haut muss man häufig waschen

 

Diese Behauptung ist: FALSCH

Dies sollte man nur, wenn die Haut wirklich schmutzig ist oder abends vor dem Zubettgehen. Optimalerweise nutzt man dazu eine pH-neutrale Waschlotion, speziell für unreine Haut. Entfernt man nämlich den schützenden Lipidfilm von der Haut, werden die Talgdrüsen dazu angeregt mehr Fett zu produzieren, was zu einem Teufelskreis führt.

 

Viel zu trinken polstert die Haut auf und minder Falten

 

Diese Behauptung ist: HALBWAHR

Viel zu trinken, also mindestens zwei Liter Flüssigkeit (Kaffee, Tee und Alkohol zählt nicht dazu) pro Tag ist gut für den gesamten Stoffwechsel. Flüssigkeit wirkt sich aber höchstens vorbeugend auf die Hautalterung aus. Vielmehr können Hautcremes, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut regulieren durch Quellung einen glättenden Effekt haben. Auch Gesichtscremes mit Antiaging Wirkstoffen können über die Zeit einen positiven Einfluss haben. Ein wirksamer Schutz gegen Falten ist aber auf jeden Fall ein Verzicht auf Rauchen und Sonnenbäder.

Gurkenscheiben lassen Schwellungen unter den Augen abklingen

 

Diese Behauptung ist RICHTIG

Wir können Ihnen aber einen noch besseren Trick geben! Effektiver wirken nämlich feuchte Umschläge, welche vorher in schwarzem Tee getränkt wurden. Die darin enthaltenen Gerbstoffe lassen die Schwellung zurückgehen. Wenn Sie danach auch noch eine leichte kreisende Massage unter den Augen machen, werden Sie vom Ergebnis begeistert sein. Natürliche Hautpflege einfach gemacht.

 

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